Die Oberkleidung stelle das repräsentative Kleidungsstück dar, das sowohl an Alltags- als auch an Festtagen getragen wurde.
Das einfache Oberkleid kann in zahlreichen Varianten gestaltet sein. Grundsätzlich ist es meist weit geschnitten und wird mit einem Gürtel gerafft. Meist haben Oberkleider mindestens eine kleine Schleppe von 10-20 cm. Bei festlichen oder hochrangigen Ausgestaltungen kann diese auch erheblich länger sein (mind. 40 cm).
Eine Sonderform stellt das bisher kaum erforschte Flügelkleid dar, das oftmals dem Patriziat zugerechnet wird.
In einfacheren Ausführungen (d.h. mit einfacherem Seidenfutter) findet es sich jedoch in der gesamten Bürgerschaft als Sonn- und Festtagskleid. Die Kleiderordnung aus Regensburg von 1485 erlaubt es hier sogar ausdrücklich auch den Inwohnerinnen (d.h. Frauen ohne Bürgerrecht, die in etwa der oberen Unterschicht zuzurechnen sind). Es ist damit ein wundervolles Festkleid und gerade als Hochzeitskleid perfekt geeignet.



















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